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Funk- und Fernwirktechnik aus Köln-Porz

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Funk-Electronic Piciorgros GmbH

HF-Baugruppen

HF-Baugruppe ins eigene Gerät integrieren: Band, Leistung, Schnittstellen

Drei Angaben genügen für die Vorauswahl einer OEM-Funkbaugruppe: das Frequenzband, die nötige Sendeleistung und die Frage, ob das Modem in der Baugruppe sitzen soll oder Ihr Controller die Modulation übernimmt. Alles Weitere – Stromaufnahme, Einbaumaß und Zulassung – hängt an diesen drei Punkten.

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Die Funkbaugruppen SR-150 und SR-450 im Neusilbergehäuse nebeneinander

Erst das Band, dann das Gerät

Das Frequenzband entscheidet über Reichweite, Antennenlänge und darüber, ob Sie eine Genehmigung brauchen. Unsere HF-Baugruppen decken drei Bereiche ab:

  • 2-m-Band: 140 bis 175 MHz, 35 MHz Schaltbandbreite, Kanalraster 20 kHz (SR-150A).
  • 70-cm-Band: 410 bis 470 MHz, 60 MHz Schaltbandbreite, Kanalraster 12,5 oder 25 kHz (SR-450A).
  • ISM-Band: 868 bis 870 MHz, 3 MHz Schaltbandbreite, 12,5 oder 25 kHz sowie Wideband (SR-868A).

Die Empfängerempfindlichkeit liegt bei allen Varianten bei -117 dBm. Die Schaltbandbreite ist dabei mehr als eine Randnotiz: Sie bestimmt, wie weit Sie die Arbeitsfrequenz später ohne Hardwarewechsel verschieben können – im 70-cm-Band sind das 60 MHz, im ISM-Band nur 3 MHz.

Mit integriertem FFSK-Modem oder mit NF-Anschluss

Die Typen mit dem Zusatz „A“ sind intelligente HF-Transceivermodule mit integriertem FFSK-Modem und übertragen mit 2400 BPS. Sie werden von einem Steuerrechner – Mikrocontroller oder PC – über RS-232 (TTL) oder I²C angesprochen; die Modulation übernimmt die Baugruppe selbst. Das ist der schnellste Weg in die eigene Applikation, weil Sie sich um Sync, Takt und Demodulation nicht kümmern müssen.

Die Varianten SR-450, SR-868, SR-150 H und SR-450 H arbeiten dagegen mit NF-Ein- und Ausgang und einer seriellen Schnittstelle zum Baugruppencontroller. Hier bringen Sie Ihr eigenes Modem mit und erreichen 9600 BPS, im 70-cm-Band mit Zweipunktmodulation auch 19.200 BPS. Der Weg lohnt sich, wenn Sie ein bestehendes Protokoll mit eigener Modulation weiterverwenden.

500 Milliwatt oder 6 Watt – und was die Versorgung dazu sagt

Die Medium-Power-Baugruppen sind von 10 mW bis 500 mW einstellbar. Sie ziehen im Empfang 70 mA (Typen mit FFSK-Modem) bzw. 110 mA und bei 500 mW Sendeleistung 250 mA aus 5 Volt. Damit lassen sie sich in batterie- und solarversorgten Geräten planen.

Die High-Power-Baugruppen SR-150 H und SR-450 H sind von 0,1 bis 6 Watt einstellbar und brauchen bei 6 Watt typisch 2,5 Ampere. Diese Zahl gehört früh in die Planung: Sie bestimmt Netzteil, Leitungsquerschnitt, Pufferkondensator und Entwärmung im Gehäuse – und in batteriegestützten Anwendungen die maximale Sendedauer.

Einbaumaß, Stecker, Antenne

Alle Baugruppen stecken in einem Neusilbergehäuse von etwa 54 × 79 × 19 mm und werden über eine 17-polige Stiftleiste auf Ihre Platine gesetzt. Die Antenne wird über eine SMR-nano-Buchse angeschlossen. Praktisch für die Diagnose im Feld: Der RSSI-Wert steht als analoger Spannungswert und als Datenregister zur Verfügung – Sie können die Empfangsfeldstärke also im eigenen Gerät anzeigen oder mitschreiben, ohne zusätzliche Messtechnik.

Zulassungen vor dem Layout klären

Die Baugruppen tragen CE und sind nach EN 300 220 geprüft; die Varianten mit NF-Anschluss zusätzlich nach EN 300 113. Für den Betrieb auf anmeldepflichtigen Frequenzen in den USA sind die High-Power-Baugruppen zugelassen: SR-150 H mit der FCC-ID TO9-SR150, SR-450 H mit der FCC-ID TO9-SR450. Wenn Ihr Gerät später exportiert werden soll, entscheidet dieser Punkt mitunter über die Baugruppenwahl.

Aus eigener Fertigung – und im eigenen Gerät im Einsatz

Funktechnik ist unser Kerngeschäft, und die HF-Baugruppen entstehen in eigener Fertigung. Wir setzen sie auch selbst ein: Unser RBL-350 für den öffentlichen Personennahverkehr enthält eine hochwertige HF-Empfangsbaugruppe aus eigener Fertigung samt der kompletten Auswerteelektronik für die Vorrangschaltung von Bussen und Bahnen an Verkehrsampeln. Ebenso fertigen wir für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben FMS-Auswerter und FMS-Anzeigegeräte, optional mit Fünftonfolge- oder POCSAG-Auswertung.

Wer eine Baugruppe integriert, bekommt also Auskunft von den Menschen, die die Module bauen und selbst verwenden – mehr dazu auf der Seite über unser Unternehmen.

Die vollständigen technischen Daten aller Varianten stehen bei den HF-Baugruppen im Produktprogramm. Unterlagen zu den Modulen schicken wir Ihnen auf Anfrage zu.

Baugruppe zu Ihrem Gerät finden

Nennen Sie uns Frequenzband, Zielmarkt, verfügbare Versorgungsspannung und die Schnittstelle Ihres Controllers. Wir schlagen Ihnen die passende Baugruppe vor und schicken Ihnen die Unterlagen dazu.

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